Häufige Fragen zu Bio-Presshonig & unserer Imkerei
Hier beantworten wir die häufigsten Fragen rund um unseren Bio-Presshonig aus dem UNESCO Biosphärenpark Nockberge – von der Herstellung über Inhaltsstoffe bis zu Bestellung und Lagerung. Fehlt etwas? Schreibt uns einfach über die Kontaktseite.
Was ist Presshonig – und wie unterscheidet er sich von normalem Honig?
Presshonig wird durch mechanisches Auspressen ganzer Honigwaben gewonnen – ohne Erhitzen, ohne Feinfiltration, ohne Zentrifuge. Das ist die älteste Methode der Honigernte, die vor der Erfindung der Honigschleuder (1865) überall verwendet wurde.
Der Unterschied zu herkömmlichem Schleuderhonig liegt in dem, was erhalten bleibt: Enzyme wie Glucoseoxidase und Invertase (hitzelabil, ab 40 °C instabil), Blütenpollen (5,6-fach höherer Gehalt als im Schleuderhonig), Propolis-Spuren aus den Wabenzellen und feine Naturwachspartikel. All das geht beim Schleudern und Erhitzen verloren.
Warum ist euer Presshonig naturtrüb?
Die Trübung ist ein Qualitätsmerkmal, kein Fehler. Sie entsteht durch den natürlichen Pollengehalt, feine Wachspartikel und die vollständig erhaltenen Inhaltsstoffe des Honigs. Industriell verarbeiteter Honig wird gefiltert und oft erhitzt – das macht ihn klar, nimmt ihm aber gleichzeitig einen Großteil seiner bioaktiven Substanzen.
Unser Presshonig wird nach dem Pressen nur grob gesiebt (um grobe Wachsstücke zu entfernen) und direkt abgefüllt. Die feinen Schwebstoffe setzen sich bei längerer Lagerung am Boden ab – einfach vor dem Öffnen kurz umrühren.
Warum erntet ihr nur einmal im Jahr?
Die meisten kommerziellen Imkereien ernten zwei- bis dreimal pro Saison. Wir ernten einmal – am Ende der Nockberge-Saison, wenn alle Waben vollständig verdeckelt sind. Das bedeutet: der Honig ist vollreif, der Wassergehalt liegt unter 18 %, die Enzymaktivität ist auf ihrem natürlichen Höhepunkt.
Außerdem überwintern unsere Bienen auf ihrem eigenen Honig. Es gibt keine Zuckerzufütterung als Ersatz – die Bienen behalten genug Vorräte für den Winter. Das fördert die Vitalität der Völker, die natürliche Varroa-Resistenz und die Qualität des Honigs im nächsten Jahr.
Was bedeutet Naturwabenbau – und warum macht ihr das?
In der konventionellen Imkerei werden den Bienen vorgefertigte Wachsplatten (Mittelwände) eingehängt, die sie lediglich ausbauen. Beim Naturwabenbau dürfen die Bienen ihre Waben vollständig selbst gestalten – Zellgröße, Wanddicke, Drohnenanteil, alles nach eigenem Instinkt.
Das hat mehrere Vorteile: Gesündere Bienenvölker durch natürlichere Lebensweise, bessere Varroa-Resistenz durch natürliche Selektion, und reineres Wachs ohne Rückstände aus industriellem Fremdwachs. Beim Pressen gelangen außerdem mehr Propolis-Anteile aus den selbstgebauten Waben in den Honig.
Was bedeutet Bio Austria – und was schließt das aus?
Bio Austria ist der strengste Bio-Standard in Österreich und geht weit über EU-Bio hinaus. Für unsere Imkerei bedeutet das konkret:
Verboten: Synthetische Varroabehandlungen, Antibiotika, konventionelles Fremdwachs, GVO-Trachtquellen, Zuckerzufütterung zur Honigproduktion, Feinfiltration, Erhitzen über die Mindesttemperatur.
Erlaubt: Nur organische Säuren (Oxalsäure, Ameisensäure) zur Varroa-Kontrolle, eigener geschlossener Wachskreislauf, Fütterung nur im Notfall mit Bio-Zucker außerhalb der Trachtzeit.
Welche Enzyme sind im Presshonig enthalten – und was bewirken sie?
Honig enthält drei besonders wichtige Enzyme, die von den Bienen über ihren Speichel eingetragen werden:
Glucoseoxidase: Wandelt Glucose in Gluconsäure um und setzt dabei kontinuierlich Wasserstoffperoxid frei – einen natürlichen Keimhemmer. Dieses Enzym ist direkt verantwortlich für die antibakterielle Wirkung des Honigs.
Invertase: Spaltet Saccharose in Fructose und Glucose. Die Invertaseaktivität gilt laut dem Niedersächsischen Landesinstitut für Bienenkunde als bestes Maß für die Naturbelassenheit eines Honigs.
Diastase: Baut Stärke in Malzzucker ab, wirkt verdauungsfördernd. Die EU-Honigverordnung schreibt eine Mindest-Diastasezahl von 8 DZ vor – ein Wert, der bei Wärmebehandlung rapide sinkt.
Ist Presshonig gut für Pollenallergiker?
Viele Menschen mit saisonalen Pollenallergien berichten, dass der regelmäßige Verzehr von pollenhaltigem Honig aus der eigenen Region ihre Symptome lindert. Der Hintergrund: eine langsame Gewöhnung des Immunsystems an lokale Pollen durch kontinuierliche kleine Mengen.
Eine 2010 durchgeführte Pilotstudie zeigte, dass dieser Effekt nur bei pollenhaltigem Honig auftritt – nicht bei gefiltertem Schleuderhonig. Unser Presshonig enthält 5,6-fach mehr Pollen als herkömmlicher Schleuderhonig.
Wie viel Presshonig sollte man täglich essen?
Als Richtwert gelten 1–2 Teelöffel täglich, um regelmäßig Enzyme, Polyphenole und Pollen aufzunehmen – ohne übermäßig Zucker zu sich zu nehmen. Honig besteht zu etwa 80 % aus Zucker und sollte trotz seiner bioaktiven Inhaltsstoffe als Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung betrachtet werden, nicht als Hauptnahrungsmittel.
Am besten roh verzehren: direkt vom Löffel, aufs Brot, ins Müsli oder in lauwarmen Tee unter 40 °C. Nicht beim Kochen oder Backen verwenden – dabei gehen alle hitzeempfindlichen Wirkstoffe verloren.
Ab welchem Alter ist Presshonig geeignet?
Honig – auch Bio-Presshonig – ist für Kinder unter einem Jahr nicht geeignet. Honig kann Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum enthalten, die im unreifen Darm von Säuglingen keimen und zu Säuglingsbotulismus führen können. Das Immunsystem älterer Kinder und Erwachsener ist in der Lage, diese Sporen unschädlich zu machen.
Für Kinder ab einem Jahr und Erwachsene ist Presshonig unbedenklich und eine wertvolle Ergänzung der Ernährung.
Warum gilt Presshonig als Superfood?
Roher Presshonig erfüllt die wissenschaftlichen Kriterien für ein funktionelles Lebensmittel: nachweisbare bioaktive Inhaltsstoffe (Enzyme, Flavonoide, Propolis-Verbindungen), direkte Bioverfügbarkeit, synergistische Wirkung mehrerer Komponenten und mehr Nährstoffe pro Kalorie als industrieller Haushaltszucker.
Im Vergleich zu exotischen Superfoods wie Acai oder Goji hat Presshonig einen entscheidenden Vorteil: keine langen Transportwege, keine Verarbeitung, keine Qualitätsverluste durch Trocknung oder Konservierung. Die Enzymaktivität – das wertvollste Merkmal – ist in getrockneten Extrakten vollständig zerstört.
Mein Presshonig ist fest geworden – ist er noch gut?
Ja, absolut. Kristallisation (Kandieren) ist ein natürlicher Prozess und ein Qualitätsmerkmal – kein Fehler. Honig kristallisiert, weil er hauptsächlich aus Glucose und Fructose besteht, und Glucose neigt zur Kristallisation. Wie schnell das passiert, hängt von der Sorte ab: pollenreiche Honige wie unser Presshonig kristallisieren oft schneller als gefilterte Honige.
Honig, der nie kristallisiert, wurde in der Regel stark erhitzt oder gefiltert – das ist kein Qualitätsmerkmal, sondern ein Hinweis auf industrielle Verarbeitung.
Wenn ihr den Honig wieder flüssig möchtet: Glas im Wasserbad auf maximal 37–40 °C erwärmen (Thermometer verwenden), nie in der Mikrowelle und nie über 40 °C – sonst gehen Enzyme verloren.
Wie lange ist Presshonig haltbar?
Reifer Honig mit einem Wassergehalt unter 18 % ist praktisch unbegrenzt haltbar – in ägyptischen Grabkammern wurden jahrtausendealte Honigfunde gemacht, die noch genutzbar waren. Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf unserem Glas ist gesetzlich vorgeschrieben und beträgt in der Regel 2 Jahre ab Abfüllung – das ist jedoch kein Verfallsdatum, sondern eine Qualitätsgarantie.
Die Enzymaktivität nimmt bei langer Lagerung langsam ab – deshalb: frisch genießen ist besser als lange lagern. Optimal ist die Verwendung innerhalb von 12–18 Monaten nach Kauf.
Wie soll ich Presshonig lagern?
Kühl und dunkel – Zimmertemperatur (15–20 °C) ist ideal. Licht und Wärme bauen Enzyme ab und beschleunigen die Fermentation. Nicht in der Nähe von Herdplatten oder auf Fensterbänken lagern.
Verschlossen halten – Honig ist hygroskopisch, er zieht Feuchtigkeit aus der Luft. Ein offenes Glas in feuchter Umgebung kann zu Gärung führen.
Kein Kühlschrank nötig – Kälte schadet nicht, beschleunigt aber die Kristallisation und macht den Honig sehr fest. Zimmertemperatur ist besser.
Mein Honig riecht säuerlich – ist er verdorben?
Ein leicht säuerliches Aroma ist normal und kommt von der Gluconsäure, die durch das Enzym Glucoseoxidase gebildet wird – das ist ein Zeichen aktiver Enzymaktivität, kein Fehler.
Wenn der Honig jedoch stark nach Gärung riecht, Blasen bildet oder aufschäumt, kann er fermentiert sein – das passiert wenn der Wassergehalt zu hoch war (über 20 %) oder das Glas feucht gelagert wurde. Fermentierter Honig ist nicht gefährlich, schmeckt aber unangenehm und sollte nicht mehr verwendet werden. Bei unserem Honig ist das durch den kontrollierten Erntestandard (Wassergehalt unter 18 %) sehr unwahrscheinlich.
Ab wann ist der Versand kostenfrei?
Versandkostenfrei ab € 100 Bestellwert nach Österreich und Deutschland. Für die Niederlande und die Schweiz gelten gesonderte Versandkosten – diese werden im Checkout angezeigt.
Wie lange dauert die Lieferung?
Bestellungen werden in der Regel innerhalb von 2–3 Werktagen bearbeitet und versendet. Die Lieferzeit beträgt anschließend:
Österreich: 1–2 Werktage · Deutschland: 2–4 Werktage · Niederlande / Schweiz: 3–5 Werktage
Alle Bestellungen erhalten eine Tracking-Nummer per E-Mail.
Ist Presshonig als Geschenk geeignet?
Absolut – und er ist ein besonders sinnvolles Geschenk, weil er sich von jedem handelsüblichen Honig unterscheidet. Unsere Sets sind bereits stilvoll verpackt. Für besondere Anlässe empfehlen wir:
Entdecker-Set (3 Sorten, € 36,90) – ideal zum Kennenlernen, für Honigeinsteiger.
Große Presshonig Vielfalt Set (€ 59,90) – das vollständige Sortiment, für Genießer.
Natürliche Kraft – Honig & Propolis Set (€ 37,90) – für gesundheitsbewusste Menschen.
Alternativ gibt es auch einen digitalen Gutschein, unbegrenzt gültig, per E-Mail zugestellt.
Welche Zahlungsmethoden akzeptiert ihr?
Wir akzeptieren alle gängigen Zahlungsmethoden: Kreditkarte (Visa, Mastercard, American Express), PayPal, Klarna (Kauf auf Rechnung / Ratenzahlung), Apple Pay, Google Pay, Shop Pay sowie EPS (österreichisches Online-Banking).
Alle Zahlungen sind SSL-verschlüsselt und sicher.
Kann ich eine Bestellung zurückgeben?
Bei Lebensmitteln gilt grundsätzlich kein gesetzliches Widerrufsrecht. Sollte eine Lieferung jedoch beschädigt ankommen oder ein Fehler bei der Bestellung unterlaufen sein, helfen wir selbstverständlich schnell und unkompliziert weiter. Bitte meldet euch in diesem Fall über unsere Kontaktseite oder direkt per E-Mail.
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