Presshonig als Superfood – was dahintersteckt und was nicht
„Superfood" ist ein Marketingbegriff ohne gesetzliche Definition. Er beschreibt Lebensmittel mit besonders hoher Nährstoffdichte oder biologischer Aktivität – und wird oft für exotische Produkte mit langen Transportwegen verwendet: Acai aus Brasilien, Goji aus China, Chia aus Mexiko. Dabei liegt eines der biologisch komplexesten Lebensmittel direkt vor unserer Haustür. Ob Presshonig tatsächlich als Superfood gilt, hängt davon ab, wie man den Begriff definiert – und wie Presshonig hergestellt wird. Dieser Artikel erklärt, was die Wissenschaft dazu sagt, und warum der Unterschied zwischen rohem Presshonig und industriell verarbeitetem Schleuderhonig dabei entscheidend ist.
Was „Superfood" wissenschaftlich bedeutet – und was nicht
Der Begriff Superfood ist regulatorisch nicht geschützt. Die EU-Health-Claims-Verordnung verbietet es sogar, ORAC-Werte (ein Labormaß für antioxidative Kapazität) in der Lebensmittelwerbung zu verwenden – weil diese Laborwerte nicht direkt auf den menschlichen Körper übertragbar sind. Was also zählt wirklich?
Ernährungswissenschaftlich sinnvolle Kriterien für ein funktionelles Lebensmittel sind: nachweisbare bioaktive Inhaltsstoffe, Bioverfügbarkeit dieser Stoffe, synergistische Wirkung mehrerer Komponenten und Versorgungsbeitrag ohne übermäßige Kalorienbelastung. Roher Presshonig erfüllt alle vier – wenn er ungefiltert, unerhitzt und aus einer polyphenolreichen Tracht stammt.
Was Presshonig von anderen „Superfoods" unterscheidet
Regional: Kein Transportweg, kein Konservierungsmittel, keine Qualitätsverluste durch Lagerung – direkt vom Imker in die Dose. Frisch: Rohhonig ist ein lebendiges Produkt mit aktiven Enzymen. Getrocknete Acai-Pulver oder Goji-Extrakte haben keine Enzymaktivität mehr. Biologisch komplex: Presshonig enthält über 200 identifizierte Verbindungen – Zucker, Enzyme, Aminosäuren, Flavonoide, Phenolsäuren, Propolis-Anteile, Wachspartikel und Pollen in ihrer natürlichen Wechselwirkung. Bioverfügbar: Die Wirkstoffe im Honig liegen in direkt aufnehmbarer Form vor – keine Kapseln, keine Extrakte nötig.
Die sechs Superfood-Eigenschaften von Presshonig – mit Belegen
Eigenschaft 1
Aktive Enzyme
Glucoseoxidase, Invertase, Diastase – nur in rohem, unerhitztem Honig vollständig aktiv. Glucoseoxidase erzeugt kontinuierlich Wasserstoffperoxid: einen natürlichen Keimhemmer.
Eigenschaft 2
Polyphenole & Flavonoide
Quercetin, Kaempferol, Pinocembrin aus dem Pflanzennektar – antioxidativ, entzündungshemmend, gefäßschützend. Konzentration abhängig von Tracht und Verarbeitung.
Eigenschaft 3
5,6-fach mehr Pollen
Gegenüber Schleuderhonig. Pollen liefern vollständige Proteine, alle essenziellen Aminosäuren, B-Vitamine und Spurenelemente direkt bioverfügbar.
Eigenschaft 4
Propolis-Synergismus
Feine Propolis-Anteile aus den Wabenzellen gelangen beim Pressen in den Honig. Propolis enthält über 300 Verbindungen – antibakteriell, antiviral, antifungal.
Eigenschaft 5
Niedrige glykämische Wirkung
Eine Auswertung von 18 Studien mit über 1.100 Teilnehmern zeigte, dass Honig geringere Auswirkungen auf den Blutzucker hat als Haushaltszucker – trotz ähnlichem Kaloriengehalt.
Eigenschaft 6
Mineralien & Spurenelemente
Kalium, Magnesium, Calcium, Eisen, Kupfer, Mangan, Chrom, Zink – in Presshonig in höherer Konzentration als in Schleuderhonig, da keine Filtration stattfindet.
Studien zeigen, dass Presshonig im Vergleich zu Schleuderhonig deutlich mehr Flavonoide, Ascorbinsäure, Gesamtproteine und Mineralien enthält. Der Pollengehalt ist 5,6-fach höher. Diese Unterschiede entstehen nicht durch bessere Bienen – sondern durch eine schonendere Verarbeitung, die das erhält, was beim Schleudern und Erhitzen verloren geht.
Enzymaktiv · Polyphenolreich · Kalt gepresst
Bio-Presshonig (Rohhonig) Wald
€ 13,50
Warum die Tracht entscheidend ist – und was die Nockberge liefern
Nicht jeder Presshonig ist automatisch ein Superfood. Die biologische Aktivität eines Honigs hängt maßgeblich von der Trachtquelle ab – also von den Pflanzen, deren Nektar die Bienen sammeln. Hier liegt der Vorteil unserer Imkerei im UNESCO Biosphärenpark Nockberge auf 1.100 bis 2.000 Metern Höhe.
Pflanzen in dieser Höhenlage sind extremen Bedingungen ausgesetzt – intensive UV-Strahlung, kurze Vegetationsperioden, starke Temperaturschwankungen. Als Überlebensstrategie produzieren sie deutlich höhere Konzentrationen sekundärer Pflanzenstoffe als Pflanzen im Flachland – warum Bergflora auf 1.100–2.000 m mehr Wirkstoffe produziert, erklären wir im Detail im Artikel über unseren Alpenhonig. Wildpflanzen haben dabei generell einen höheren Wirkstoffgehalt als Kulturpflanzen. Unsere Bienen sammeln ausschließlich auf Wildflora – Alpenrose, Wiesensalbei, Bergdistel, Wildhimbeere, Linde, Löwenzahn.
Was jede unserer Sorten als Superfood-Komponente mitbringt
Waldhonig: Honigtau-Anteil aus Fichtenwald – besonders reich an Mineralstoffen und Oligosacchariden, die präbiotisch wirken. Alpenrose & Wald: Alpenrosen-Flavonoide in Kombination mit Waldtracht – hohes Polyphenolprofil. Wiesensalbei & Bergdistel: Salbei-Flavonoide (Luteolin, Apigenin), ätherische Öle aus der Bergflora – entzündungshemmend, verdauungsfördernd. Löwenzahn, Apfel & Kirsche: Frühjahrsernte, besonders pollenreich, Anthocyane aus Kirschblüte. Linde, Ahorn & Wildhimbeere: Lindenblüten-Flavonoide und Schleimstoffe, Anthocyane aus Wildhimbeere.
Salbei-Flavonoide · Bergflora · 1.400 m
Bio-Presshonig (Rohhonig) Wiesensalbei & Bergdistel
€ 13,50
3 Superfood-Sorten auf einmal · UNESCO Biosphärenpark Nockberge
Das Entdecker-Set – drei verschiedene Wirkstoffprofile
Alpenrose & Wald, Wiesensalbei & Bergdistel, Löwenzahn, Apfel & Kirsche. Drei Sorten, drei Trachtbilder, ein Bio-Biosphärenpark. Jetzt im Angebot.
Entdecker-Set ansehen – € 36,90 →✓ Bio Austria · ✓ Slow Food · ✓ Versandfrei ab 100 €
Wie man Presshonig als Superfood richtig verwendet
Der entscheidende Fehler, den viele machen: Honig im Tee oder beim Kochen erhitzen. Ab 40 °C beginnen Enzyme sich abzubauen, ab 70 °C sind Glucoseoxidase und Invertase nahezu vollständig inaktiviert. Die biologische Aktivität, die Presshonig zum funktionellen Lebensmittel macht, ist dann weg.
So bleibt die Superfood-Wirkung erhalten
Roh essen: Direkt vom Löffel, auf Brot, ins Müsli, in lauwarmen (nicht heißen) Tee unter 40 °C. Nicht kochen: Nie beim Kochen oder Backen verwenden – dabei gehen alle hitzeempfindlichen Wirkstoffe verloren. Täglich kleine Mengen: 1–2 Teelöffel täglich sind ausreichend, um regelmäßig Enzyme, Polyphenole und Pollen aufzunehmen. Dunkel und kühl lagern: Licht und Wärme bauen Enzyme ab – Zimmertemperatur und Lichtschutz sind ideal. Nicht mit heißen Getränken mischen: Tee erst auf unter 40 °C abkühlen lassen, dann erst Honig einrühren.
In der Mikrowelle sinkt der Enzymgehalt bereits nach wenigen Sekunden auf nahezu null. Selbst das kurze Erwärmen beim Süßen eines heißen Tees ist vertretbar, wenn das Getränk sich im Körper rasch abkühlt – aber optimal ist die Verwendung bei Raumtemperatur oder in kühlen Speisen.
Pollenreich · Anthocyane · Frühjahrsernte
Bio-Presshonig (Rohhonig) Löwenzahn, Apfel & Kirsche
€ 13,50
Presshonig vs. andere Superfoods – ein ehrlicher Vergleich
Acai, Goji und Chia sind keine schlechten Lebensmittel. Aber sie haben einen wesentlichen Nachteil: Sie erreichen uns getrocknet, verarbeitet und nach langen Transportwegen – und verlieren dabei einen Teil ihrer biologischen Aktivität. Studien zeigen, dass Verarbeitung und Lagerung den Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen erheblich reduzieren.
Presshonig aus der Nockberge-Imkerei hingegen wird einmal jährlich geerntet, sofort kalt gepresst und direkt abgefüllt. Keine Zwischenlagerung, keine Verarbeitung, kein Transportweg von Übersee. Was im Glas ist, entspricht dem, was die Bienen eingetragen haben – plus dem gesamten Wirkstoffspektrum der alpinen Wildflora.
Presshonig vs. Trend-Superfoods – der direkte Vergleich
Herkunft: Nockberge, Österreich – vs. Brasilien, China, Mexiko. Verarbeitung: Kalt gepresst, ungefiltert, direkt abgefüllt – vs. getrocknet, gemahlen, extrahiert, teils mit Konservierungsmitteln. Enzymaktivität: Vollständig erhalten – vs. keine (durch Trocknung und Verarbeitung zerstört). Transportweg: Direktvertrieb vom Imker – vs. interkontinentaler Transport. Bio-Zertifizierung: Bio Austria (strengster österreichischer Standard) – vs. variable, oft schwer überprüfbare Zertifizierungen aus Drittländern. Synergismus: Über 200 natürliche Verbindungen im Zusammenspiel – vs. isolierte Einzelstoffe im Extrakt oder Pulver.
Regional · Direkt vom Imker · Bio Austria
Bio-Presshonig (Rohhonig) Alpenrose & Wald
€ 13,50
Fazit: Ob Presshonig ein „Superfood" ist, hängt davon ab, wie man den Begriff verwendet. Marketingtechnisch? Eindeutig ja. Wissenschaftlich? Nur wenn der Honig roh, ungefiltert und aus einer polyphenolreichen Wildblütentracht stammt – und wenn er so verwendet wird, dass die Enzyme aktiv bleiben. Unser Bio-Presshonig aus dem UNESCO Biosphärenpark Nockberge erfüllt alle diese Voraussetzungen: aktive Enzyme, 5,6-fach mehr Pollen als Schleuderhonig, Propolis-Synergismus, alpine Wildflora auf 1.100–2.000 m – und kein einziger Transportkilometer aus Übersee.
Unsere Presshonige & Sets
Presshonig Entdecker-Set
€ 40,50 € 36,90
Große Presshonig Vielfalt Set
€ 67,50 € 59,90
Natürliche Kraft – Honig & Propolis Set
€ 41,60 € 37,90
Bio-Presshonig Wald
€ 13,50
Bio-Presshonig Alpenrose & Wald
€ 13,50
Bio-Presshonig Wiesensalbei & Bergdistel
€ 13,50
Bio-Presshonig Löwenzahn, Apfel & Kirsche
€ 13,50
Bio-Presshonig Linde, Ahorn & Wildhimbeere
€ 13,50
Bio-Presshonig aus dem UNESCO Biosphärenpark Nockberge –
das regionale Superfood, direkt vom Imker.
✓ Bio Austria · ✓ Slow Food · ✓ Versandfrei ab 100 €
* Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Angaben zu Studien beziehen sich auf zitierte Fachquellen. ORAC-Werte wurden gemäß EU-Health-Claims-Verordnung nicht für Werbezwecke verwendet. Honig ist für Kinder unter einem Jahr nicht geeignet.